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Wie fühlt es sich an, nie an nur einem Ort zu leben?

Frankfurt, Wiesbaden, München, Wiesbaden, München, Elmshorn, Hamburg, New York, Düsseldorf, Hamburg

13 Häuser/ Wohnungen in 20 Jahren und das hat offensichtlich noch kein Ende.

Doch wie fühlt es sich an, irgendwie überall nur auf Zeit zu wohnen? Als Kind bereits zu wissen, man bleibt hier doch eh nicht länger als die nächsten 4 Jahre?

Irgendwie sind wir aber doch immer wieder zurückgekommen.

Bis auf New York und jetzt Düsseldorf habe ich mich nie irgendwo neu gefühlt, oder war dafür zu jung. Man lernt irgendwann aus Fehlern, heißt man lernt oder versucht zumindest, Kontakte aufrecht zu halten und Freundschaften zu halten.

Klar leben die Menschen in ganz Deutschland, beziehungsweise seit dem letzten halben Jahr in ganz Europa verteilt, aber das hat doch auch positive Seiten? Wer besucht nicht gerne andere Städte/Länder und Menschen?

Ich denke, man wird vor allem offener, geht besser auf neue Menschen zu, schließt einfacher Freundschaften. Man darf nicht im Hinterkopf haben, dass man nicht lange bleibt, so wie es jetzt in Düsseldorf zum Beispiel der Fall ist. Wenn Menschen einem wichtig sind und auch andersherum, bleibt der Kontakt nach diesen 3 Monaten, 7 Monaten oder eben nach 4 Jahren.

Ich habe gelernt, danke Rica dafür, Menschen in mein Leben zu lassen, die einem etwas geben und nicht nur nehmen. Das ist überhaupt nicht in materieller Hinsicht gemeint, aber das Leben ist doch ein Geben und Nehmen und es ist oft schwierig, dies zu differenzieren. Sind Freunde, die sich in dem letzten Jahr nicht einmal gemeldet haben, wirklich Freunde? Oder ist es nach 5 Jahren wieder genauso wie es immer war?

Gerade hier in Düsseldorf, wo ich nicht wie in New York durch die Uni eh Menschen kennenlerne, achtet man doch sehr darauf. Es ist schwierig sich innerhalb von 3 Monaten zu integrieren und auf eigene Faust neue, tolle Menschen zu treffen, doch irgendwie ist es bereits ein wenig gelungen. Vielleicht liegt auch das an jahrelanger „Erfahrung“ und „Übung“, wer weiß.

 

Zur Zeit wünsche ich mir allerdings schon irgendwie ein zu Hause. Ab Oktober geht es endlich wieder nach Hamburg, doch auch das nur bis der Bachelor nächstes Jahr geschafft ist, dann zieht es mich wohl wieder in mein nächstes Abenteuer. Es ist ein seltsames Gefühl, überall zur Zeit für nur maximal ein halbes Jahr zu leben.

Es lohnt sich noch nicht mal eigene Möbel zu kaufen, die Wohnungen selbst einzurichten und das ist sehr schade. Ich habe das Gefühl, nur unterwegs zu sein, was natürlich toll ist, aber irgendwie freue ich mich darauf, in Hamburg wieder in meine eigenen 4 Wände zu ziehen, auch wenn es nur für ein paar Monate ist.

 

Im Endeffekt ist der positivste Teil daran irgendwie überall zu Leben doch, so viele verschiedene und tolle Menschen kennenlernen zu dürfen. Danke für die herzliche Aufnahme in Düsseldorf!

Magali van Riesen

  • Diana

    Interessanter Beitrag, immer wieder schön zu lesen. ✈️🌸

    29. July 2018 at 14:02 Reply

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